Autor: uprichter (Seite 1 von 3)

Dorfarchiv erhält Laptop

Für die Arbeit im Dorfarchiv steht ab sofort ein Laptop zur Verfügung. Das Projekt „100 Laptops für 100 Heimatstuben – technische Grundausstattung für ehrenamtlich geführte Heimatstuben“ wurde initiiert und ausgeführt durch den Heimatverband Mecklenburg-Vorpommern e.V.

Das Projekt wurde gefördert durch
Die Beauftragte  der Bundesregierung für Kultur und Medien
das Sonderprogramm „Neustart Kultur“ 
den Deutschen Verband für Archäologie 
das Ministerium für Wissenschaft, Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten

Programmänderung für den 23. September

Das Mädchen mit den goldenen Händen

Da wir für den geplanten Film „Nomadland“ vom Verleiher, der Walt Disney Company, keine Aufführungsrechte bekommen haben, zeigen wir „Das Mädchen mit den goldenen Händen“ .

Lara (Birte Schnöink) beschließt, ihre Mutter Gudrun (Corinna Harfouch) anlässlich ihres 60. Geburtstages zu besuchen. Ihre Mutter ist in ihrer ostdeutschen Heimat eine beliebte und engagierte Nachbarin. Doch obwohl sie für die Bewohner des Ortes eine geschätzte Mitbürgerin ist, konnte sie für ihre Tochter nie die Empathie und Nähe aufbringen, wie sie es für andere tut. Zum Glück hat sich ihr Ziehvater Werner (Peter René Lüdicke) immer sehr aufopferungsvoll um Lara gekümmert. Gudrun hatte es als Kind auch nicht leicht und wuchs als Waisenkind in einem Heim auf. Das hat sie viele Jahre später in Eigenregie renoviert und genau dort findet nun auch ihre Geburtstagsfeier statt. Der Bürgermeister (Jörg Schüttauf) eröffnet ihr, dass das Kinderheim an einen westdeutschen Investor verkauft werden soll. Für Gudrun ist das eine Katastrophe. Von nun an setzt sie alle Hebel in Bewegung, um den Verkauf zu verhindern. Die Lage eskaliert völlig und Lara, Werner und alle anderen Dorfbewohner erkennen Gudrun nicht mehr wieder. Für Lara Grund genug, um endlich herauszufinden, warum ihre Mutter solch einen Ehrgeiz an den Tag legt..

Christoph Hein beim Wittenborner Dorfgespräch


Am 3. September hat einer der wichtigsten deutschen Gegenwartsautoren, Christoph Hein, aus seinem Buch: „Ein Wort allein für Amalia“ gelesen, in dem es um die letzten Lebenstage Gotthold Ephraim Lessings geht, über die die Stieftochter ‚Malchen‘ in einem fiktiven Brief berichtet.
An die Lesung, zu der über 40 Interessierte in die kleine Wittenborner Kirche gekommen waren, schloss sich eine interessante und mit vielen biografischen Details gespickte Diskussion an, die von Dr. Heike Kahl moderiert wurde. Die große Resonanz des Publikums veranlasste Christoph Hein zu einer kleinen Zugabe aus seinem Kinderbuch: „Alles, was Du brauchst“ – ein schöner Abschluss eines interessanten und berührenden nachmittags.

6. Wittenborner Sommerfilmfest

Bereits zum sechsten Mal veranstaltet der Bürgerverein Wittenborn in diesem Jahr sein anspruchsvolles Sommerfilmfest. Vom 19. bis 26. August kann man sich in der Kinokirche Wittenborn auf eine Reise in fremden Schuhen begeben. Während in den letzten Jahren vorwiegend deutsche Filme gezeigt wurden, öffnet sich in diesem Jahr der Vorhang fast ausschließlich für internationale Produktionen. Gerade in Zeiten, in denen es überall populistischen Klischees und Vorurteile die Diskussion bestimmen. Die Filme erzählen den Alltag der Menschen, über die wir uns allzu schnell ein Urteil bilden, aus ihrer Perspektive. Schon der Auftaktfilm „Abteil Nr. 6“ des finnischen Regisseurs Juno Kuosmanen hinterfragt das Klischee vom brutalen, grobschlächtigen Russen, das gerade jetzt Hochkonjunktur hat. „Rabiye Kurnaz gegen Georg W. Bush“ erzählt am zweiten Abend auf humorvolle Weise von einem Vorgang, den man eigentlich nur mit Kopfschütteln erzählen kann. Dafür wurde die Autorin Leila Stieler zu Recht mit dem Silbernen Bären geehrt. Am Montag, 22.8., erleben wir Beirut aus der Sicht eines Kindes. Zain hat seine Eltern verklagt, weil sie ihn in die Welt gesetzt haben. „Drive my car“ bringt uns am Dienstag den Alltag in Japan näher, während wir am Mittwoch in das Rio de Janeiro der 1940er Jahre eintauchen. Wie israelische Eltern sich fühlen, wenn der eigene Sohn gefallen ist, zeigt der Film „Foxtrott“ am Donnerstag, mit einer überraschenden Wendung. Am Freitag und Samstag schauen wir noch einmal nach Asien. Wie unterschiedlich westliche und östliche Wertvorstellungen sind, jenseits politischer Konflikte, erzählt der Film „The Farewell“. Den Abschluss bildet der Koreanische Film „Minari – Wo wir Wurzeln schlagen“ über den die Los Angeles Times geschrieben hat: „Das ist genau der Film, den wir jetzt brauchen.“
„Wir brauchen jetzt einen offenen, differenzierten Blick auf die Welt. Und den wollen wir unserem Publikum bieten.“
Alle Filme beginnen um 20 Uhr. Eintritt 3 Euro.

Unser Programm für den Sommer

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15.07.2022

20:00 Uhr

15.07.2022 20 Uhr

Patience Portefeux ist eine französisch-arabische Gerichtsdolmetscherin beim Drogendezernat, die sich auf das Abhören von Telefonaten der Drogenszene spezialisiert hat. Was sich nach einem sicheren Job anhört, wird vom Staat allerdings schlecht bezahlt. Patience wird vor ein großes Problem gestellt, als sie die Unterbringungskosten für das kostspielige Pflegeheim ihrer Mutter nicht mehr aufbringen kann. Die Übersetzerin bekommt mit, dass gerade eine Drogenlieferung auf dem Weg nach Paris ist und schafft es, die Beschlagnahmung der Drogen zu sabotieren. Sie macht sich selbst auf die Suche nach dem Stoff und wird fündig. Fortan mischt sie als begnadete Verkäuferin den Pariser Drogenmarkt auf und steigt schnell zur neuen Autorität der Szene auf.

21.07.2022 19:00 Uhr

Wittenborner Dorfgespräch

Lesung mit Andrea Röpke

21.07.2022 19 Uhr

Andrea Röpke, mehrfach preisgekrönte Journalistin, ist eine ausgewiesene Rechtsextremismus- Expertin. Sie recherchiert seit Jahren in der rechtsextremen Szene und beobachtet deren Entwicklung. In ihrem Buch „Völkische Landnahme“, stellt sie dar, wie sich junge Rechtsextreme bewusst in ländlichen Regionen ansiedeln, um dort generationsübergreifend „nationale Graswurzelarbeit“ zu betreiben, um die die Zivilgesellschaft zu unterwandern und rechtsextremes Gedankengut zu verbreiten.

Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Parteien oder Organisationen angehören, der rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

22.07.2022

20:00 Uhr

22.07.2022 20 Uhr

Der 80-jährige Ali Ungár stößt auf ein Buch eines einstigen SS-Offiziers, in dem dieser seine Aktivitäten in der Slowakei zur Zeit des Krieges beschreibt. Es stellt sich heraus, dass er Alis Eltern hinrichtete, woraufhin sich der Mann auf eine Rachemission begibt, auf der er allerdings nur den Sohn des SS-Offiziers antrifft: Georg, einen Lehrer im Ruhestand. Dieser ist dem überraschenden Besuch gegenüber zwar erst abweisend eingestellt, sieht in dem Gast dann aber die Chance, den dunklen Teil seiner Familiengeschichte endlich aufzuarbeiten. Die beiden beginnen eine Reise durch die Slowakei, um die noch lebenden Zeitzeigen und ihre Nachkommen aufzustöbern und mit ihnen zu sprechen. Trotz einiger Spannungen erleben die Senioren aber auch immer wieder komische Momente zusammen und finden ineinander genau die Person, die sie als Zuhörer immer gebraucht haben.

29.07.2022

20:00 Uhr

29.07.2022 20 Uhr

Ivan ist ein guter Mensch. Ein sehr guter. Fast schon zu gut für diese Welt. Deshalb nimmt sich der Dorfpfarrer in seiner abgelegenen Kirche verlorener Seelen an: kleptomanische Triebtäter, verantwortungslose Alkoholikerinnen, schießwütige Tankstellenräuber… Sie alle danken Ivan seinen unerschütterlichen Glauben an das Gute im Menschen auf ihre eigene Weise. Das Spiel funktioniert prächtig – bis Adam auftaucht, ein tumber Skinhead, der sich fest vorgenommen hat, dem Heiligenschein Satanshörner aufzusetzen. Ivan und Adam beginnen einen Machtkampf, der den Pfarrer letztendlich dazu bringt, sich auch den verdrängten eigenen Problemen zu stellen.

05.08.2022

20:00 Uhr

05.08.2022 20 Uhr

Martin ist Lehrer an einer Schule. Er fühlt sich alt und müde. Seine Schüler und ihre Eltern wollen, dass er gekündigt wird, weil sie mit der Qualität seines Unterrichts nicht zufrieden sind. Ermutigt durch eine Promille-Theorie stürzen sich Martin und seine drei Kollegen Tommy, Nikolaj und Peter in ein Experiment: Sie wollen durch Alkoholkonsum ihren Blutalkoholwert im Alltag konstant bei 0,5 Promille halten. Das Ergebnis ist am Anfang positiv. Martin hat wieder Spaß am Unterrichten und die Beziehung zu seiner Frau Trine entflammt wieder. Doch die negativen Auswirkungen lassen nicht lange auf sich warten.

12.08.2022

20:00 Uhr

12.08.2022 20 Uhr

Die afrodeutsche Ivie lebt in Leipzig und wird von ihren Freunden nur „Schoko“ genannt. Während sie auf der Suche nach einer Festanstellung als Lehrerin ist, jobbt sie im Solarium ihres Ex-Freundes Ingo. Sie ahnt nichts Böses, als sie eines Tages mit Naomi konfrontiert wird. Doch die stellt sich als ihre Halbschwester heraus, von der sie bisher nichts wusste. Nun erfährt Ivie von ihr, dass ihr gemeinsamer Vater gestorben ist und in Afrika beerdigt werden soll. Es beginnt eine turbulente Zeit, in der sich die beiden Geschwister annähern und Ivie sich mit ihren Wurzeln auseinandersetzt.

19.08.2022 bis 27.08.2022 20:00 Uhr

Sommerfilmfest

02.09.2022

20:00

02.09.2022 20 Uhr

Thomas Brasch ist als deutsch-jüdischer Emigrant in England geboren, um Anfang der 1950er Jahre zusammen mit seiner Familie in die junge DDR überzusiedeln. Seinem Vater Horst ist es vor allem daran gelegen, den neuen deutschen Staat mitaufzubauen. Doch Thomas will sich lieber als Schriftsteller verwirklichen und entdeckt dabei sein Potenzial als poetischer Rebell. Schon sein allererstes Stück wird verboten und bald darauf verliert er auch seinen Platz an der Filmhochschule. Als 1968 die Panzer der Sowjetunion durch die tschechische Hauptstadt Prag rollen, versuchen Brasch und seine Freundin Sandra mit anderen Studenten in den Straßen Berlins zum Protest aufzurufen – und scheitern. Sein eigener Vater verrät ihn an die Stasi und lässt es damit zu, dass Thomas ins Gefängnis wandert. Ohne Aussicht, auf Gehör zu stoßen, verlässt Thomas mit Katarina, der Frau, die er liebt, die DDR, um im Westen den Ruhm zu ernten, der ihm gebührt. Doch auch hier ist er weit davon entfernt, zur Ruhe zu kommen.

Deutscher Filmpreis 2022

03.09.2022 16:00 Uhr

Wittenborner Dorfgespräch

03.09.2022 16 Uhr Lesung mit Christoph Hein


Christoph Hein, einer der wichtigsten zeitgenössischen Autoren Deutschlands und häufig als „Chronist des deutschen Ostens“ bezeichnet, liest aus einem seiner Werke, an die sich eine Diskussion anschließt. Seit seinem internationalen Durchbruch mit „Der fremde Freund“ (1982) veröffentlichte Christoph Hein eine Vielzahl von Werken, für die er mit renommierten Preisen ausgezeichnet wurde. So „Glückskind mit Vater“, „Trutz“ oder „Guldenberg“. Immer beschäftigen ihn persönliche Lebenskonstellationen seiner Helden in ihrer Zeit. Christoph Hein erzählt in feinem komischen Ernst, meist in lakonischem Stil, wodurch ernste Themen Leichtigkeit und Leichtigkeit eine besondere Tiefe erhalten. Es moderiert Dr. Heike Kahl.

09.09.2022

20:00 Uhr

09.09.2022 20 Uhr

Anfang der 50er: Endel muss vor Stalins Geheimpolizei fliehen und versteckt sich in einem Küstenkaff in Estland. Um über die Runden zu kommen, wird der junge Fechter Sportlehrer an der örtlichen Schule. Während die Kinder begeistert sind von dem neuen Sport, begegnen sowohl Kollegen als auch Vorgesetzte dem Neuling skeptisch und schon bald droht Endels Tarnung aufzufliegen. Endel wird zwar von der jungen Lehrerin Kadri unterstützt. Aber auch sie kann ihrem Kollegen nicht mehr helfen, als er vor einer schweren Entscheidung steht: Soll er dem sehnlichsten Wunsch seiner Schüler nachkommen, sie zu einem Fecht-Wettbewerb nach Leningrad begleiten? Oder ist das Risiko, dort verhaftet zu werden, zu groß?

16.09.2022

20:00 Uhr

16.09.2022 20 Uhr

Der 60-jährige Issa, ein alter Fischer aus dem Gaza-Streifen ist heimlich in die geschiedene Marktverkäuferin Siham verliebt, die mit ihrer Tochter Leila auf dem Markt arbeitet. Eines Tages findet Issa in seinem Fischernetz die Statue des Gottes Apollo. Allerdings mit einem erigierten Penis. Dieser Fund ist nur der Anfang einer Reihe kurioser Ereignisse. Zunächst versteckt Issa seinen Fund. Dann merkt er, dass sich durch die Figur sein Leben verändern wird. Er findet den Mut, Siham anzusprechen.

23.09.2022

20:00 Uhr

23.09.2022 20 Uhr

Fern hat vor einiger Zeit ihren Mann verloren, aber dennoch ist sie in dem gemeinsamen Haus in Empire, Nevada wohnen geblieben. Nun hat der einzige große Arbeitgeber der Kleinstadt, dichtgemacht und es gibt keine Jobs mehr. Nicht einmal eine Postleitzahl. Fern könnte aufgrund ihrer Qualifikationen jederzeit wieder ein normales Leben führen, doch sie bevorzugt das Leben auf der Straße mit seiner Freiheit, den anderen Menschen und den vielen Bekanntschaften, die man irgendwann wiedertrifft.

30.09.2022

20:00 Uhr

30.09.2022 20 Uhr

Im Jahr 1956: Die Abiturienten Theo und Kurt sind unterwegs in Westberlin und sehen bei einem Kinobesuch in der dort gezeigten Wochenschau erschütternde Bilder vom niedergeschlagenen Volksaufstand in Budapest. Wieder zurück in der DDR wächst gemeinsam mit ihren Mitschülern Lena, Paul und Erik die Idee, während des Unterrichts eine Schweigeminute für die Opfer einzulegen. Doch sie haben unterschätzt, was sie mit ihrer kleinen, menschlichen Geste auslösen. Volksbildungsminister Lange vermutet einen politischen Akt dahinter und versucht mit allen Mitteln den Anstifter ausfindig zu machen. Doch die Klasse hält auch trotz Verdächtigungen, Verhören und Drohungen zusammen.

Am Freitag bei uns in der Kinokirche

Eine Berliner Biografie zwischen Ost und West, das Leben einer Widerständigen, die mit der Poesie ihrer Liedtexte das Politische und das Private vereint: Bettina Wegner wird oft auf ein einziges ihrer vielen Lieder, die „kleinen Hände“, und ihre Zusammenarbeit mit Joan Baez reduziert. In Lutz Pehnerts Porträt bekommt sie gebührenden Raum. Mit 21 stand sie vor Gericht, weil sie gegen das gewaltsame Ende des Prager Frühlings protestiert hatte. Sie wurde Teil einer regen Musik- und Literaturszene um Thomas Brasch und ihren Mann Klaus Schlesinger und blieb mit ihrer Kunst unbequem. Humorvoll und mit rauer Stimme erzählt sie von ihrer Zerrissenheit und von dem Bedürfnis, die Heimat in der DDR nicht aufzugeben, auch als man sie dort nicht mehr haben wollte. Ihr Lied „Über Gebote“ aus dem Jahr 1980 dient Pehnert als Leitfaden durch Wegners Leben. Er nutzt Archivmaterial aus Ost und West, Audiomitschnitte aus ihrem Prozess, Wegners eigene Worten und ihre Musik. Damit gibt der Film einem neuen Publikum die Chance, die Liedermacherin Bettina Wegner zu entdecken, die eigentlich immer nur Liebeslieder singen wollte.

Am Freitag bei uns im Kino

Ich bin Dein Mensch

Die Wissenschaftlerin Alma lässt sich auf die Teilnahme an einer Studie ein, um Gelder für ihre Forschungen zu bekommen. Bei dem Experiment soll Alma einige Wochen mit einem humanoiden Roboter verbringen, der sich an ihre Wünsche und Bedürfnisse anpasst, um der perfekte Partner für Alma zu werden. Nach ein paar Anlaufschwierigkeiten finden Alma und der Roboter schließlich doch zueinander. Doch Alma fragt sich, welchen Sinn es hat, sich in einen Roboter zu verlieben. Maria Schrader erzählt in dieser romantischen Science-Fiction-Komödie von einem gefährlichen Selbstversuch. Alma testet den innovativen Romantikroboter nämlich eigentlich nur, um ein Gutachten für den Deutschen Ethikrat über ihn zu schreiben. Wie menschlich ist er, muss man ihm und seinesgleichen Rechte gewähren und wenn ja, welche? Oder ist er eine gefährliche Ware, die das ohnehin von der Technik bedrohte Feld der Liebe komplett sprengen wird?

Morgen bei uns im Dorfkino:

Wem gehört mein Dorf?

Das Ostseebad Göhren gehört zu den beliebtesten Ferienorten auf Rügen. Seit Jahren geht in Göhren kaum etwas ohne den Investor Wilfried Horst. Regisseur Christoph Eder wuchs in Göhren auf. Jetzt hat er die Geschichte seines Dorfes verfilmt. In diesem Film kann sich der Zuschauer ein Bild davon machen, warum einige Personen so und andere wieder so denken, handeln, bestimmen. „Ich will nicht irgendwann nach Göhren zurückgehen und merken, dass es ein Ort geworden ist, der nur noch einmal im Jahr seinen Zweck erfüllt“, sagt Eder. „Und wo den Rest des Jahres die sozialen Strukturen nicht mehr funktionieren, weil nicht mehr genug Menschen dort wohnen, die zum Beispiel bei der Freiwilligen Feuerwehr sind.“ Wem gehört mein Dorf? ist ein Heimatfilm und ein Film über Demokratie in der Kommunalpolitik. Göhren ist überall!

Und in der nächsten Woche:

Wir machen wieder Kino

Wir eröffnen unsere diesjährige Kinosaison mit zwei sehr sehenswerten Filmen des ukrainischen Regisseurs Sergei Loznitsa. Am Krieg in der Ukraine kommt man im Moment nicht vorbei. Er bestimmt die Nachrichten und unsere täglichen Gespräche. Wir alle kennen die Fakten. Aber wie denken und fühlen die Menschen, die Putins verbrecherischem Krieg ausgesetzt sind. Wovon träumen sie? Was haben sie erlebt? Sergei Loznitsa taucht ein in die ukrainische Seele. Er erzählt Geschichten von Menschen hinter den Nachrichtenbildern. Wir zeigen zwei absolut sehenswerte Filme des ukrainischen Regisseurs, die auch schon in Cannes für Aufmerksamkeit sorgten. Wir verzichten auf das Eintrittsgeld und sammeln Spenden, um die Not der Flüchtlinge ein bisschen zu lindern.

29.04. 2022 | 20:00 Uhr

DONBASS

Wer heute „Donbass“ aus dem Jahr 2018 anschaut, der kommt nicht umhin, ihn mit den aktuellen Kriegsbildern im Hinterkopf zu sehen. Der Film erzählt uns den Donbass als einen wahnsinnigen Ort, an dem alle verrückt geworden sind, manchmal traumatisiert, manchmal fanatisiert.

„Donbass“ eröffnete 2018 in Cannes die Sektion „Un Certain Regard“ und wurde von der internationalen Presse als Meisterwerk gefeiert. Sergei Loznitsa erhielt für seine medienkritische und hochpolitische Farce den Sektions-Preis für die Beste Regie.

30.04.2022 | 20:00 Uhr

IM NEBEL

Weißrussland, November 1942: Das Land ist von der Deutschen Wehrmacht besetzt. Nach einem Sabotageakt durch Partisanen werden einige Verdächtige festgenommen und gehängt. Doch Sushenja wird unerwartet wieder freigelassen. Schnell verbreitet sich das Gerücht, dass er ein Kollaborateur der Deutschen sei. Zwei Partisanen haben den Auftrag, den vermeintlichen Verräter zu erschießen.

Der Film ist eine nachdenklich stimmende Antithese zu den groß angelegten Schlachtenepen wie „Der Soldat James Ryan“. Er ist beklemmend, substantiell und im besten Wortsinne seriös, und deshalb absolut sehenswert.

Wittenborner Dorfgespräch

zur Landtagswahl 2021 in Mecklenburg-Vorpommern

Der Bürgerverein Wittenborn e.V. engagiert sich seit Jahren für eine aktive Bürgerbeteiligung und ein besseres kulturelles Angebot in der Region.

Im Vorfeld der Bundestags- und Landtagswahlen 2021 wollen wir gerne allen Direktkandidaten unseres Wahlkreises die Gelegenheit geben, sich und ihr Programm den Bürgerinnen und Bürgern vorzustellen. Dazu laden wir alle Direktkandidaten unseres Wahlkreises eingeladen.

Nutzen Sie unser Angebot ihren Kandidaten kennenzulernen.

16. März 2021   19 Uhr   Dorfkirche Wittenborn

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